
Einzigartige römische Figur einer katzenartigen Bestie und eines Barbaren mit abgeschlagenem Kopf
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Ein Detektiv in Harlow, England, hat eine römische Skulptur eines katzenartigen Tieres aus dem 1. bis 2. Jahrhundert entdeckt. Sie war ursprünglich Teil eines Pferdegeschirrs. Es ist das einzige Exemplar dieser Art, das jemals in Großbritannien entdeckt wurde. Sie wurde nun zu einem Schatz erklärt.
Die Figur ist aus einer Kupferlegierung gefertigt. Sie ist etwa 113 mm lang, 100 mm hoch und 47 mm breit. Sie ist an den Seiten und an der Unterseite mit Resten von Blei- und Eisenverschlüssen bedeckt. Sie stellt eine sitzende Raubkatze mit deutlich modelliertem Kopf, kleinen Ohren und langgestrecktem Körper dar. Seine Pfoten umklammern einen menschlichen Kopf mit geschlossenen Augen - die Szene lässt vermuten, dass der Mann tot ist. Der Bart und das Haar des Mannes entsprechen der griechisch-römischen Ikonographie, die für die Darstellung von Barbaren verwendet wird.
Motive mit großen Katzen kommen in der römischen Kunst recht häufig vor und werden insbesondere mit dem Kult des Bacchus und seines Gefolges in Verbindung gebracht. Panther, Leoparden und in Ausnahmefällen auch Tiger wurden von römischen Künstlern als Symbole für die Wildheit, die Ekstase und die ungezügelte Macht dieses Gottes verwendet. Die Stilisierung des Tieres betont markante Merkmale - typisch für römische Kleinplastiken, die oft als persönliche Gegenstände, Dekorationen oder Objekte mit Schutz- oder Symbolfunktion dienten.
Bacchus wird oft auf einem katzenähnlichen Tier reitend, in einem von diesen Tieren gezogenen Wagen oder in ihre Felle gekleidet dargestellt, um seine Macht und seine Verbindung zu exotischen und ungezähmten Welten zu betonen. Ähnliche Artefakte werden als Verzierungen für religiöse Wagen interpretiert. Sie stellten wahrscheinlich Glücks- und Schutzsymbole dar und waren besonders bei Reisenden und Wagenbesitzern beliebt.
Katzenartige Tiere hatten in der römischen Welt einen besonderen Stellenwert. In den Provinzen tauchen sie nicht nur als praktische Tiere auf, die Vorräte vor Nagetieren schützen, sondern auch als Motive in der Kunst. Im römischen Britannien sind ähnliche Figuren jedoch keine gewöhnlichen Funde, was diese Entdeckung besonders wertvoll für die kulturelle Darstellung des Mittelmeerraums in den nordwestlichen Provinzen des Reiches macht.
"Die Assoziation von Katze und körperlosem Kopf erinnert jedoch an zwei Katzenbilder, die in anderen römischen Medien häufig vorkommen. Sie zeigen einen Tierkopf, in der Regel ein Schaf, der unter den Füßen oder im Maul gehalten wird und über einer menschlichen Figur sitzt oder liegt, wobei der Kopf der anderen Person nahe dem Maul oder den Pfoten des Tieres liegt", so das British Museum in einer Erklärung. "Diese Kombination ist bei Objekten dieser Art sonst nicht bekannt, obwohl die Paarung von Katze und Kopf auch bei anderen Objekten dokumentiert wurde", so das Museum weiter.
Der Fund wird als Teil einer größeren Sammlung von Artefakten aus der Stätte weiter untersucht. Eine detaillierte Analyse des Materials und der Herstellungstechniken könnte in Zukunft Aufschluss darüber geben, ob die Figur vor Ort hergestellt wurde oder ob sie durch den Handel oder den Personenverkehr innerhalb des Römischen Reiches nach Britannien gelangte.
3D model: https://sketchfab.com/3d-models/ess-8ac18a-roman-vehicle-fitting-9497aef93b34451cbcaab9423f05163b
Quellen: allthatsinteresting.com, theguardian.com





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