Unglaublicher Zufall: Ein Detektiv hat ein slawisches Kreuz gefunden, das mit der 1983 entdeckten Form übereinstimmt.

Kategorien: Nálezy nejenom s detektorem v západní Evropě

Ein kleiner Bronzeanhänger in Form eines Kreuzes in einem Ring aus dem 10. Jahrhundert wurde von einem Metalldetektor am Rande des westlichen Havellandes bei Berlin gefunden. Seine Bedeutung ist außergewöhnlich: Er wurde in einer Form gegossen, die vor 43 Jahren an anderer Stelle entdeckt wurde. Die einzigartige Kombination von Gussform und Produkt ist in der Archäologie außergewöhnlich.

Das Kreuz wurde von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Juliane Rangnow bei einer Detektoruntersuchung in der Nähe einer verfallenen Holzkirche entdeckt. Dabei stieß sie auf Münzen, vergoldete Schmuckstücke, Metallornamente, Kleinwerkzeuge und Waffenfragmente. Die Objekte wurden anschließend im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) konserviert.

Bei der genauen Vermessung und technischen Dokumentation stellten die Restauratoren eine auffällige Übereinstimmung zwischen dem Kreuz und einer Gussform aus Spandau fest, die sich heute in den Sammlungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin befindet. Ein anschließender direkter Vergleich der beiden Objekte bestätigte, dass das Kreuz und die Gussform in allen Details exakt übereinstimmten.

Fragmente dieser Form wurden bereits 1983 in der slawischen Siedlung in Spandau entdeckt. Diese Form wird in der Literatur als "Spandauer Kreuz" bezeichnet und ist eines der ältesten Zeugnisse des frühen Christentums im Gebiet zwischen Elbe und Oder. Mit dem Fund des Anhängers ist es nun erstmals möglich, ein Produktionswerkzeug mit einem fertigen Artefakt in Verbindung zu bringen.

"Die Entdeckung des kleinen Bronzekreuzes ist nicht nur ein weiterer Fund unter vielen. Dieser Fund ist in mehrfacher Hinsicht spektakulär: Er passt exakt zu einer Gussform, die vor mehr als 40 Jahren entdeckt wurde - das ist einmalig für einen archäologischen Fund aus dieser Zeit", sagte Kulturministerin Dr. Manja Schüle. "Er ist auch ein Beispiel für die frühe Christianisierung Brandenburgs und zeigt, welche Rolle das Christentum in der damals slawisch geprägten Region bereits spielte. Und was mich besonders freut: Es ist ein besonders eindrucksvolles Zeugnis für das Engagement der ehrenamtlichen Archäologen für das kulturelle Erbe", fügte sie hinzu.

Das Objekt wurde vor dem Slawenaufstand von 983 geschaffen, einer Zeit, in der die Region stark von der fränkischen und kaiserlichen Macht beeinflusst wurde. Das christliche Symbol gelangte wahrscheinlich durch den Handel, durch reisende Handwerker oder als persönlicher Gegenstand von Personen, die sich zwischen den Welten der heidnischen Slawen und des christlichen Abendlandes bewegten, hierher. Eine dauerhafte Christianisierung erfolgte erst nach dem 12. Jahrhundert, als die Region Teil des Heiligen Römischen Reiches wurde.

Das Kreuz verbindet einen bestimmten Ort, die Technologie der Produktion und die geistige Welt des frühen Mittelalters. Es ist ein stummer Zeuge einer Zeit, in der sich alte und neue Ideen vermischten und sich die kulturellen Grenzen Mitteleuropas gerade erst herausbildeten. Nach mehr als 1.000 Jahren treffen die beiden Themen also wieder aufeinander. Noch bis zum 11. März sind sie gemeinsam im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg am Main zu sehen.

Dank der Zusammenarbeit ausgebildeter Detektivinnen und Detektive mit Institutionen in Deutschland werden Funde geborgen, die sonst im Boden liegen geblieben oder aus dem Zusammenhang gerissen worden wären. Juliane Rangnow ist eine von rund 350 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums (BLDAM), die, wie das Museum selbst schreibt, "einen wesentlichen Beitrag zur Dokumentation, Sicherung und Vermittlung des archäologischen Erbes leisten".

Quellen: brandenburg.de, bldam-brandenburg.de

bronzový přívěsek ve tvaru kříže v kruhu
Bronze-Anhänger in Form eines Kreuzes im Kreis

kříž ve formě
Kreuz in Form

slovanská odlévací forma
Slawische Gussform

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Kommentare

To je teda mazec... 👀👍🙂

Pecka👍

:-O pecka :-O

Nemá chybu nádhera :-)

Ta forma mi příjde jiná. Ani to do ní nezapadá. Třeba prostředek se liší. Spíš je to akorát podobný.

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