Programm Antikenschutzprogramm (PAS)

Ein britisches Programm, das es Schürfern mit Metalldetektoren ermöglicht, Funde von archäologischen Objekten zu melden.

Das Antiquities Scheme (PAS ) ist eine britische Regelung, die es der Öffentlichkeit (insbesondere Metalldetektorfreunden) ermöglicht, Funde von archäologischen Artefakten zu melden, die auf oder nahe der Bodenoberfläche gefunden wurden. Das Programm wurde 1997 ins Leben gerufen, um sicherzustellen, dass Funde historischer Artefakte, die andernfalls für wissenschaftliche Untersuchungen verloren gehen könnten, dokumentiert, geschützt und schließlich ausgestellt werden.

Zielsetzung und Bedeutung des PAS-Programms:

  1. Erhaltung des kulturellen Erbes: Das Hauptziel von PAS ist die Dokumentation und Erhaltung von Objekten, die für das kulturelle Erbe Großbritanniens von Bedeutung sind. Auf diese Weise ermöglicht es Fachleuten, die Geschichte Großbritanniens anhand von Kleinfunden besser zu verstehen, die andernfalls möglicherweise nicht erfasst würden.

  2. Freiwillige Fundmeldung: Das Programm ist freiwillig, aber Metalldetektoren und Finder archäologischer Artefakte werden ermutigt, ihre Funde über das Netzwerk der Finds Liaison Officers (FLOs) zu melden. Diese Fachleute arbeiten auf regionaler Ebene und helfen bei der Identifizierung, Dokumentation und Analyse von Funden.

  3. Meldung von Schätzen: Während die meisten gewöhnlichen Funde unter PAS gemeldet werden, fallen besonders wertvolle Funde, die die unter das britische Schatzgesetz (Treasure Act 1996) fallen, gemeldet werden müssen. Dieses Gesetz gilt für Edelmetallgegenstände, die über 300 Jahre alt und von historischem Wert sind.

  4. Aufklärung und Bereitstellung von Informationen für die Öffentlichkeit: Daten über Funde, die im Rahmen des PAS gemeldet werden, werden in einer öffentlich zugänglichen Online-Datenbank(Portable Antiquities Scheme Database) gespeichert, die die es Forschern, Studenten und der breiten Öffentlichkeit ermöglicht, Informationen über Tausende von Funden aus dem gesamten Vereinigten Königreich abzurufen. Dies trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Geschichte zu schärfen und weitere Forschungen anzuregen.

  5. Zusammenarbeit mit Metalldetektoren: Das PAS-Programm ist auch deshalb so wichtig, weil es eine positive Zusammenarbeit zwischen Metalldetektoren und Archäologen fördert. Es ermöglicht Metalldetektorfreunden, ihre Funde mit Experten zu teilen und so zu wissenschaftlichen Erkenntnissen beizutragen, ohne die Objekte an den Staat abtreten zu müssen, es sei denn, es handelt sich um Schätze nach dem Schatzgesetz.

So funktioniert PAS:

  • Finder: Jeder, der ein archäologisches Objekt findet (entweder mit einem Metalldetektor oder im Rahmen normaler Aktivitäten), kann den Fund über den regionalen Finds Liaison Officer (FLO), der Teil von PAS ist, melden.
  • Dokumentation: Der FLO nimmt den Fund auf, identifiziert ihn, wenn möglich, und trägt die Informationen in die PAS-Datenbank ein.
  • Datenbank: Die öffentliche PAS-Datenbank enthält Daten über mehr als 1,5 Millionen Artefakte und bietet Zugang zu Fotos, Beschreibungen und Kontext für einzelne Funde.
  • Bewertung und Analyse: Wenn ein Fund unter das Schatzgesetz fällt, wird er bewertet und kann dem Museum gegen eine Belohnung angeboten oder an den Finder zurückgegeben werden, wenn er nicht als Schatz angesehen wird.

Relevanz für Metalldetektoren:

  • Zusammenarbeit mit Archäologen: Das PAS bietet Metalldetektoren die Möglichkeit, mit Archäologen zusammenzuarbeiten und zum Schutz des kulturellen Erbes beizutragen. Außerdem ermöglicht es die Identifizierung und Katalogisierung ihrer Funde.
  • Rechtlicher Rahmen. Das PAS stellt sicher, dass die Suchenden wissen, welche Funde nach dem Schatzgesetz gemeldet werden müssen und wie sie richtig vorgehen.

Arten von Funden, die unter PAS gemeldet werden:

  • Münzen
  • Werkzeuge und Waffen.
  • Schmuck
  • Töpferwaren
  • Fragmente von historischen Gebäuden
  • Persönliche Gegenstände wie Schnallen, Siegel, Ringe, usw.

Die Bedeutung von PAS für die Archäologie:

Durch PAS können Archäologen wertvolle Informationen über Objekte sammeln, die an Orten gefunden wurden, die nicht offiziell ausgegraben werden. Dies ermöglicht neue Einblicke in das Leben in der Antike und im Mittelalter, in Handelswege, militärische Kampagnen und die Entwicklung der britischen Landschaft. Ohne PAS wären die meisten dieser Objekte außerhalb der offiziellen Dokumentation geblieben.

Schlussfolgerung:

Das Portable Antiquities Scheme (PAS) ist ein wichtiges Instrument für die Erhaltung des britischen Kulturerbes und bietet gleichzeitig Metalldetektorfreunden die Möglichkeit, aktiv zur Bereicherung des wissenschaftlichen Geschichtswissens beizutragen. Es ist ein Modell für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Amateursuchern und Experten und stellt sicher, dass wichtige Funde nicht verloren gehen, sondern erforscht und für künftige Generationen geschützt werden.

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