26. 11. 2010 Aus einem Brunnen geborgene mittelalterliche Münzen und ein Revolver

Kategorien: Funde und Rettungsuntersuchungen in Tschechien

Vor elf Jahren brachte ein Brunnen im Innenhof des Schlosses Novohrad interessante Erkenntnisse. Neben den mittelalterlichen Münzen gab es auch einen Revolver, ein Gewehr und Würfel. Den Archäologen zufolge wurde in südböhmischen Brunnen nie etwas Vergleichbares gefunden.

Auf dem Grund des Brunnens befanden sich Gegenstände aus dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert. Außerdem gab es Dutzende von Münzen, Kugeln, kleinen Schmuckstücken, Besteck und Knochenwürfeln. Der Archäologe Jiří Havlice vom Nationalen Institut für Kulturerbe in České Budějovice kommentierte die Entdeckung seinerzeit.

"Es trägt ein Wappenmotiv mit Trauben und einem Winzermesser. Versiegelungsvorrichtungen wurden in der Regel am Ende ihrer Funktion zerstört, so dass ihre Funde sehr selten sind", so der Archäologe.

Was die Münzen selbst betrifft, so waren es mehrere Dutzend Stück. Sie wurden in Wien, im Reich oder in Polen geprägt. Zu den weiteren seltenen Gegenständen, die die Höhlenforscher in dem Brunnen entdeckt haben, gehören hölzerne Kegel aus dem siebzehnten bis achtzehnten Jahrhundert. Es gibt auch Waffen von deutschen Soldaten aus dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

In diesem Brunnen führten die Höhlenforscher aus Chýnov ihre Arbeit durch. Bei den Untersuchungen ließen sie sich bis zu 30 Meter tief hinab und pumpten Wasser ab. "Wir hatten auch einen Kran mit einer Kapazität von 160 Kilogramm zur Verfügung", erzählt der Höhlenforscher František Krejča.

Ungefähr zwölf Meter von der Oberfläche entfernt, wo der Brunnen sein quadratisches Profil ändert und sich als Ellipse nach unten fortsetzt, bauten sie eine HöhleDie Höhlenforscher errichteten eine Plattform und ein ständiger Wächter bewachte die Seile, damit die Fässer mit dem Aushub nicht gegen die Wände stießen.

Bis zu zwölf verschiedene Seile oder andere Leinen wurden herabgelassen. Außerdem musste Luft in den Brunnen gepumpt werden, damit man dort überhaupt arbeiten konnte. Die Höhlenforscher waren überrascht von der Gestaltung der Wände, die normalerweise aus dem Fels herausgebrochen sind. In diesem Fall wurden sie mit regelmäßigen Sandsteinblöcken ausgekleidet, deren Innenseite sogar leicht gebogen ist.

"Es war eine technische und finanzielle Herausforderung. Sie mussten im Voraus wissen, wohin welcher Block gehen würde. Wir wissen nicht, warum sie es getan haben, niemand konnte es je sehen", kommentierte der Archäologe.

Quellen: www.denik.cz, www.rozhlas.cz, www.ct24.cz

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Kommentare

:-O

Super. Ale mohli jste sem dát i ty lepší nálezy. Takových neprobádaných studní asi ještě je :-)

...kulky do mušky... Hmm :-)

Kulky mušky,holínky nebo hodinky obojí se natahuje.Autor článku neudělal chybu,chyba bude ve zdroji.Autorka spíš neví o čem píše,ale nezáleží na kvalitě,ale na kvantitě.

Zdroj je v pořádku, tam je uvedeno správně ...z muškety.
Zde je to jak píšeš, kvantita je prvořadá, na kvalitě už tolik nezáleží. Není to poprvé ani naposledy.

Takovou studnu bych čistil rád...to napětí co tam bude...
Ale pobavila hláška že nálezy pečetítek jsou ojedinělé...tady jich je několik stovek, sám mám osmnáct kousků :-)

No profici to byli určitě i s tím archeologem, jeřáb na 160 kg ?? konec funkce pečetidla??, ty kulky mě dostali,

Nomor taky jsem si toho všiml po letech čtení článků na těchto stránkách,důležitá je kvantita.

Musím tě pochválit viky. K dokonalosti je cesta trnitá. Každý si ji holt musí vyšlapat sám. To jinak nelze. A místní bručouni, alespoň je vidět kdo při čtení nechrápe a má postřeh, to je taky fajn. Jo a kdyby jsi náhodou nepsala, tak by určitě bručeli, že nemají co číst a že těch pár ,,kontrol pozornosti,, jim vlastně vůbec nevadilo.

:-D ;-)

:-/

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