Ein Metalldetektorsucher hat einen Schatz aus Silbertalern gefunden. Darunter befanden sich auch Münzen von Rudolf II.

Kategorien: Nálezy nejenom s detektorem kovů ve východní Evropě

Unter dem ungarischen Hügel Somló wurde ein Münzdepot aus dem späten 16. Jahrhundert entdeckt. Die Sammlung besteht aus silbernen Talern aus verschiedenen Teilen Europas, darunter auch Prägungen von Rudolf II., König von Böhmen und römischer Kaiser. Eine der Münzen Rudolfs half den Archäologen dabei, den Zeitpunkt der Vergrabung des Schatzes zu bestimmen.

Der Schatz wurde von dem Freiwilligen László Varga bei einer Metalldetektor-Untersuchung entdeckt, die ein Team des Ungarischen Nationalmuseums in der Umgebung des Somló-Hügels im Komitat Veszprém durchführt. Die Münzen lagen unweit der Ortschaft Borszörcsök. Durch landwirtschaftliche Arbeiten wurden sie in der Umgebung verstreut.

Insgesamt konnten 27 silberne Taler geborgen werden. 11 davon lagen auf einer Fläche von 1 m².An dieser Stelle legten die Archäologen anschließend eine 2 x 2 m große Probegrube an. In einer Tiefe von etwa 30 cm fanden sie die letzte Münze sowie mehrere Fragmente eines groben roten Keramikgefäßes.

Den größten Teil des Schatzes bilden 18 Thaler von Ferdinand II. Sie wurden in Hall in Tirol und im elsässischen Ensisheim geprägt. Weitere drei Münzen stammen von Rudolf II., davon wurden zwei in Ungarn und eine in Böhmen geprägt. Zwei Thaler stammen aus Lübeck, je einer aus der Pfalz, aus Braunschweig und aus Brandenburg, und eine Münze aus dem schweizerischen St. Gallen vervollständigt die Sammlung. Die jüngste Münze der Sammlung ist ein Tolar von Rudolf II., der 1593 in Kremnica geprägt wurde. Der Schatz muss also nach diesem Datum vergraben worden sein.

Nach Ansicht der Archäologen passt die Zusammensetzung der Sammlung gut in die Zeit des langen Türkenkriegs zwischen den Habsburgern und dem Osmanischen Reich an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert. Damals erfassten die Kämpfe wiederholt einen großen Teil des Karpatenbeckens, und die Menschen versteckten ihr Hab und Gut vor den Soldaten im Boden. Aus dieser Zeit sind heute fast zweihundert Münzdepots bekannt.

Der Schatz wird derzeit vom Ungarischen Nationalmuseum im Rahmen der Ausstellung „Schatz des Monats“ gezeigt. Die Öffentlichkeit kann ihn bis zum 18. Oktober 2026 in Budapest besichtigen.

Quellen: mnm.hu, hungarytoday.hu

tolary záhy po nálezu
Tolar kurz nach dem Fund

Jeden z tolarů in situ
Einer der Tolar an Ort und Stelle

László Varga, nálezce pokladu
László Varga, der Finder des Schatzes

sekce vykopávek a rozmístění mincíAusgrabungsbereich und Anordnung der Münzen

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Kommentare

áno, už na poli se to pěkně roztřídí a dbá se na to, aby jednotlivý mince byly odděleny od druhých, a né jak u nás, kdy to naháže "odborník" do jednoho kýble na jednu hromadu, jako nějakej maďar!! o:-)

Podle mne to tahal z pole už v těch pytlíkách... :-D

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