Moc pěkné stříbrňáky a slušná hromádka .
Ein Schatz, der zwei Häuser wert ist. In Kolomna wurde ein Krug voller mittelalterlicher Silbermünzen gefunden
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Bei einer archäologischen Rettungsgrabung im historischen Zentrum der russischen Stadt Kolomna stießen Archäologen auf einen außergewöhnlich gut erhaltenen Münzschatz aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In einem Keramikkrug waren über 2.600 Silbermünzen versteckt. Experten zufolge handelt es sich um die größte vollständige Sammlung russischer Münzen aus dieser Zeit.
Das Gefäß lag in einer flachen Grube auf dem Gelände eines ehemaligen Vororts unweit des Kolomnaer Kremls. Der Krug selbst ist eher klein und mit Engobe verziert – einer feinen, farbigen Tonschicht. Dennoch passten über 2.600 silberne Deng, die damalige Grundwährungseinheit, hinein.
Den Großteil der Sammlung bilden Münzen, die unter den Großfürsten Wassili I. Dmitrijewitsch und Wassili II. dem Dunklen geprägt wurden. Münzen kleinerer Teilfürsten fehlen in der Sammlung fast gänzlich. Archäologen führen dies auf die Stellung Kolomnas zurück, die zu den bedeutendsten Städten des Moskauer Fürstentums gehörte und direkt mit der großfürstlichen Verwaltung verbunden war.
Besonders interessant sind die direkt in Kolomna geprägten Münzen. Sie zeigen das Motiv eines fliegenden Vogels. In anderen Regionen tauchen sie nur selten auf. Bereits bei der ersten Sortierung identifizierten die Experten über 350 Kolomna-Prägungen, darunter auch bisher unbekannte Varianten, die selbst in großen Museumssammlungen nicht vertreten sind.
Der Gesamtwert des Schatzes belief sich damals auf etwa 13 Rubel. Scheint das aus heutiger Sicht wenig? In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts handelte es sich um ein beträchtliches Vermögen. Archäologen zufolge konnte man für einen ähnlichen Betrag in Kolomna zwei Häuser oder eine kleinere Pferdeherde kaufen. Der Besitzer war also offenbar kein gewöhnlicher Bürger. Es könnte sich um einen wohlhabenden Kaufmann, einen hochrangigen Diener des Fürsten oder um eine Person gehandelt haben, die eines der städtischen Ämter bekleidete.
Die jüngsten Münzen stammen aus der zweiten Hälfte der 20er Jahre des 15. Jahrhunderts. Archäologen weisen auf einen möglichen Zusammenhang hin – in den Jahren 1425 bis 1427 wurde die russischen Städte von einer schweren Pestepidemie heimgesucht. Es ist daher möglich, dass der Besitzer das Geld zu einem Zeitpunkt vergrub, als sich die Lage in der Stadt verschlechterte, und damit rechnete, es später wieder an sich zu nehmen.
Der gesamte Schatz blieb in seinem ursprünglichen Behälter erhalten und wurde weder aufgebrochen noch auseinandergenommen. Numismatiker können somit seine vollständige Zusammensetzung untersuchen und sich ein viel klareres Bild vom Geldumlauf in Kolomna sowie im gesamten Fürstentum Moskau zu Beginn des 15. Jahrhunderts machen.
Nach Abschluss der Reinigung, Konservierung und fachgerechten Aufbereitung soll der Fund nach Angaben der Archäologen in die Museumssammlungen von Kolomna aufgenommen werden.
Quellen: heritagedaily.com, archaeologymag.com

Über 2.600 Silbermünzen in einem kleinen Krug

Ausgewählte Silbermünzen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts


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