In Warschau Fische gefangen, ein mittelalterliches Schwert herausgefischt

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Ende Juni entdeckte ein Angler mitten in Warschau ein mittelalterliches Schwert. Es ragte in der Nähe des Zentrums aus dem Fluss, wo die Weichsel durch ein dicht besiedeltes Gebiet fließt. Es ist sehr gut erhalten, fast ganz. Experten datieren es vorläufig auf das 13. Jahrhundert.

Ein Fischer bemerkte das Objekt, das aus dem Wasser ragte. Zuerst dachte er, es sei ein großes angeschwemmtes Scharnier. Doch als er die Schnecken und Krebse von der Oberfläche entfernte, wurde ihm klar, dass es sich um etwas viel Wertvolleres handeln könnte: "Die Leute suchen jahrelang nach so etwas, aber ich habe es ganz zufällig gefunden", sagt Andrzej Korpikiewicz. "In diesem Moment wusste ich, dass es wahrscheinlich ein interessanterer Fund sein würde. Ich dachte sofort, dass ich es jemandem geben sollte, der sich mit diesen Dingen auskennt", fügte er hinzu.

Da er das Schwert nicht mit seinem Elektroroller nach Hause bringen konnte, versteckte er es im Schilf. Später holte er es mit dem Auto zurück. Er wickelte es in mit Wasser getränkte T-Shirts ein, um den Kontakt des Objekts mit der Luft zu begrenzen. "Er verbrachte die Nacht im Auto und am Morgen gingen meine Frau und ich zum Büro des Konservators, wo wir mit großer Überraschung und Aufregung empfangen wurden", so Korpikiewicz.

Das Schwert wurde von Michał Krasucki, dem Denkmalpfleger von Warschau, entgegengenommen. Er bezeichnete den Fund als einen "Schatz" und lobte Korpikiewiczs schnelles Handeln. "Das Schwert ist fast in seiner gesamten Länge erhalten, mit einem charakteristischen kugelförmigen Knauf und einem interessanten Kreuz auf dem Griff", sagte Krasucki. "Der Finder brachte es so schnell wie möglich zu uns und erfüllte damit seine gesetzliche Verpflichtung - es ist großartig, dass er wusste, was zu tun war", fügte er hinzu.

Das Schwert ist sehr gut erhalten. Es ist mit einer Korrosionsschicht überzogen, die durch die lange Lagerung in einer wässrigen Umgebung entstanden ist. Es ist etwa 120 Zentimeter lang und wiegt über ein Kilogramm. Die Klinge weist typische Merkmale mittelalterlicher Schwerter des 13. Jahrhunderts auf. Jahrhunderts, insbesondere die ausgeprägte Mittelrille, die dazu diente, das Gewicht zu verringern und gleichzeitig die Stärke und Flexibilität der Klinge zu erhalten.

Die Archäologen werden nun eine detaillierte Analyse durchführen, einschließlich metallografischer Untersuchungen und Röntgenfluoreszenzspektroskopie (RFA), um die genaue Zusammensetzung der Metalllegierung des Schwertes zu bestimmen. Die Ergebnisse werden nicht nur Aufschluss über die Herkunft des Artefakts geben, sondern auch über die technologischen Prozesse bei der Herstellung von Waffen in dieser Zeit. In einem nächsten Schritt werden die erhaltenen organischen Überreste einer Radiokarbondatierung unterzogen. Insbesondere Holzteile des Griffs oder Textilfragmente, sofern sie unter der Korrosionsschicht erhalten sind.

Nach Ansicht der Experten ist unklar, wie das Schwert in den Fluss gelangt ist. Es könnte versehentlich verloren gegangen sein, absichtlich weggeworfen worden sein oder ein rituelles Opfer darstellen. Die Weichsel war in dieser Zeit eine wichtige Verkehrsader, so dass ein Zusammenhang mit mittelalterlichen Handelsaktivitäten oder militärischen Bewegungen nicht auszuschließen ist.

Der Fund stellt einen wertvollen Beitrag zur Kenntnis der mittelalterlichen Geschichte Warschaus und der weiteren Region Zentralpolens dar. Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten und Analysen wird das Schwert voraussichtlich im Nationalmuseum in Warschau ausgestellt werden.

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Grandioso ritrovamento...

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