26. 8. 1278 Kalendarium

26.8. 1278 Schlacht auf dem Mährischen Feld

Kategorien: Kriegs- und Revolutionsjahre , Kalendarium

In der Mitte des 13. Jahrhunderts änderte sich die internationale politische Situation in Mitteleuropa erheblich. Die monarchische Macht im Reich befand sich im sogenannten Interregnum, d.h. in den Jahren 1250 bis 1273. Zu diesem Zeitpunkt residierte keiner der gewählten römischen Könige (Alfons X. von Kastilien und Richard von Cornwall) mehr im Reich und zeigte kein Interesse an dessen Verwaltung. Im Gegensatz dazu war der böhmische Staat ein wirtschaftlich und politisch starkes Gebilde, das von dem fähigen und ehrgeizigen Herrscher Přemysl Otakar II. geführt wurde,

Nach der Schlacht von Kressensbrun im Jahr 1260 gewann Přemysl die österreichischen Länder und die Steiermark von König Béla IV. von Ungarn zurück. Ein Jahr später ließ er sich von seiner langjährigen Frau Margarete von Babenberg scheiden und heiratete die Enkelin von Béla IV, Prinzessin Kunhuta. "In den folgenden Jahren fügte er seiner Herrschaft das Egerland, das Gebiet von Kärnten und einen Teil von Krásno hinzu. Das böhmische Königreich reichte vom Riesengebirge bis fast zur Adria", schreibt Petr Kovář in seinem Buch.

Přemysl unternahm im Auftrag des Papstes auch zwei Kreuzzüge nach Preußen und gründete die Stadt Königsberg. Die Schwächung des Römischen Reiches zwang den König, sich zweimal um die römische Krone zu bewerben. Seine Wahl scheiterte jedoch am Widerstand des Papstes und der deutschen Fürsten, die die wachsende Macht des bereits zu mächtigen böhmischen Königs fürchteten.

Sie wählten daher den bis dahin recht unbedeutenden Rudolf von Habsburg zum König von Rom. Přemysl war damit natürlich nicht einverstanden und reagierte mit der Weigerung, das sponheinische Erbe in den österreichischen Ländern als Lehen anzunehmen. "Der römische Monarch startete 1276 einen militärischen Feldzug gegen ihn und isolierte ihn diplomatisch. Der böhmische König befand sich in einer unvorteilhaften Situation, in der er gezwungen war, einen Vertrag mit Rudolf zu schließenund die meisten der erworbenen Gebiete aufzugeben", erinnert sich Kovář.

Um seinen Rivalen zu demütigen, zettelte Rudolf jedoch zwei Jahre später einen weiteren Konflikt an. Das entscheidende Gefecht fand am 26. August 1278 auf dem Mährischen Feld in Niederösterreich statt. Insgesamt waren rund 55.000 Soldaten an der Schlacht beteiligt, die etwa drei Stunden dauerte. Dabei spielte der schlammige Fluss Morava eine Rolle, in dem die tschechischen Ritter ertranken. Die Armee von Přemysl Otakar II. wurde besiegt und der König starb in der Schlacht.

Die Witwe Kunhuta übernahm vorübergehend die Regierung. Sie war jedoch nicht in der Lage, die Ordnung im Land aufrechtzuerhalten, so dass der Adel begann, den königlichen Besitz zu plündern. Der siegreiche Rudolf übergab Böhmen zwar an seinen siebenjährigen Nachfolger Václav, ließ ihn aber angesichts seiner Minderjährigkeit nicht regieren. Er war sich sicher, dass er irgendwann selbst auf dem Thron sitzen würde. Kunhuta rief jedoch einen Günstling ihres verstorbenen Mannes, Markgraf Otto von Brandenburg, ins Land.

Quellen: Petr
Kovář, Allgemeiner Überblick über Themen
www.wikipedia.org
Stanislava Jarolímková, Was nicht in den Lehrbüchern steht
www.bellum.cz

Viky Viky
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Kommentare

Na den svatého Rufa bylo údajně obrovské vedro. Těžká jízda se nemohla v rozpáleném brnění pohybovat a panstvo se snažilo Otakarovi bitvu rozmluvit. Po prvním nárazu do habsburských šiků vypadal bitva pro české vojsko dobře. Jenže zvířený prach snížil viditelnost a bitva ustrnula na mrtvém bodě. Pak do čechů udeřila druhá habsburská vlna a do našeho tábora vtrhli uherští kumáni. Část českého vojska se obrátila zpět k ležení což dokončilo zkázu. Kumáni bez brnění se ve skupinách vrhali na naše těžkooděné pány a pobíjeli je jednoho po druhém. To už byl mrtev král a nastala panika. Levé křídlo se snažilo najít záchranu v mrtvém rameni řeky a tam se topili v bažině. Kunhuta se uchýlila na opavský hrad a v čechách se ujmuli vlády braniboři.

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